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Peking
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| Peking |
Beijing
ist die Hauptstadt der Volksrepuklik China und das politische und
kulturelle Zentrum Chinas.
Beijing hat eine Flaeche von 16 808 qkm und liegt auf demselben Breitengrad
wir Rom, Madrid und Philadelphia. Es ist im Osten, Westen und Norden
von Bergen umgeben,und der Yongding-Fluss durchfliesst seinen Suedwesten.
Die Stadt hat mehr als 13. Mio. Einwohner, von denen 8,5 Mio. in der
Innenstadt und die uebrigen 4.5 Mio. in der Umgebung wohnen. Darueber
hinaus gibt es in Beijing 3,8 Mio. Menschen, die nicht sesshaft sind.
In Beijing herrscht ein kontinentales Monsunklima der gemaessigten
Zone, was einen laengeren Winter und Sommer und einen kuerzeren Fruehling
und Herbst zur Folge hat.
Als Hauptstadt ist Beijing schon 800 Jahre alt. Seine Geschichte geht
auf die Uhrzeit vor 700 000 Jahren zurueck.
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Rund
um den Tian'anmen-Platz
Tian'anmen-Platz / Platz des Himmelischen Friedens |
Tian'anmen-Platz
ist schon ein Symbol fuer das politische und kulturelle Zentrum Chinas.
Der Tian'anmen Platz wurde waehrend der Qing-Dynastie (1644-1911)
1651 in wesentlich kleinem Umfang angelegt. 1958 wurde er auf seine
heutige Groesse von 40 ha erweitet und ist somit der groesste Platz
der Welt.
Der Tian'anmen Platz war in diesem Jahrhundert Schauplatz einer ganzen
Reihe wichtiger Ereignisse in der Entwicklung Chinas: am 4. Mai 1919
die Demonstration patriotischer Studenten gegen die Bestimmungen ,die
China im Versiller Vertrag auferlegt wurden (Anfang der 4. -Mai -Bewegungen),
am 1. October 1949 die Ausrufung der Volksrepublik durch Mao Zedong
(Vorsitzender Mao), die Aufmaersche der Roten Garden waehrend der
Kulturrevolution, im April 1976 die Massenproteste gegen die Viererbande,
die beim Gedanken an de Todestag Zhou Enlais blutig eskalierten. |
| Mao-Zedong
Gedenkhalle/ Mao- Mausoleum |
| Im
Mausoleum auf dem Tian'anmen-Platz ist der Leichnam Maos, der am 9.9.1976
starb, seit dem 9.9.1977 aufgebahrt. Der 33m hohe Bau wird von 44
Granitsaeulen getragen und hat eine Grundflaeche von 20.000 qm. Oeffnungszeiten:
Mo-Sa 8:30-11:30 Uhr. Taschen und Fotoapparate muessen an einer der
vielen Gepaeckablagen abgegeben werden. |
| Denkmal
der Volkshelden |
| Im
Zentrum des Tian'anmen-Platzes erhebt sich das Denkmal der Volkshelden,
dessen Grundstein bereits 1949 gelegt worden ist und das am 1. Mai
1958 eingeweiht wurde. Der 38 m hohe Obelisk besteht aus 17.000 Granit-
und Marmorbloecken. Auf der Suedseite ist ein Gedicht des ehemaligen
Ministerprasidenten Zhou Enlai (1898-1976) kalligraphiert, die Nordseite
wird von der Widmung "Ewiger Ruhm den Helden des Volkes"
in den Schriftzeischen Maos geziert. Die Reliefs zeigen in 170 Figuren
die wichtigsten Ereignisse der chinesischen Geschichte seit 1840.
Die Szenenfolge beginnt auf der Ostseite und endet auf der Nordseite. |
| Tor
des Himmlischen Friedens |
| Das
im Borden des nach ihm benannten Platzes gelegene Tor des Himmlischen
Friedens wurde 1417 erbaut und bildete den Haupteingang zur ehemaligen
Verbotene Stadt. Urspruenglich hiess es Cheng Tian Men, wurde aber,
nachdem es 1651 neu aufgebaut worden war, in Tian'anmen umbenannt.
Am 34 m hohen Tor haengt heute das Staatswappen; ueber dem Hauptportal
befindet sich ein Bild Mao Zedongs. Links daneben sieht man die Schriftzeichen
fuer "Lang lebe die Volksrepublik China" und rechts daneben
"Lang Lebe die Grosse Einheit der Voelker der Welt". Von
diesem Tor verkuendete Mao am 1. Oktober 1949 die Volksrepublik. |
| Sun-Yat-Sen-Park |
| Der
Park an der Nordwestseite des Tian'anmen-Platzes traegt seit 1928
den Namen Sun Yat-sens, der nach seinem Tode 1925 hier aufgebahrt
wurde. Zu sehen gibt es den Altar der Erdgoetter und der Fruchtbarkeit
(She Ji Tan) und die mehr als 550 Jahre alte Halle des Gebets(Zhongshan
Tang) noerdlich des Altars. Sie gilt als die Aelteste gut erhaltene
Holzkonstruktion der Stadt. |
| Kulturpark
der Werktaetigen |
| Der
park an der Nordostseite des Tian'anmen hiess urspruenglich Park des
Ahnentempels. 1950 wurde er zum Kulturpark der Werktaetigen. Die drei
ehemaligen Haupthallen des Tempels und die weiteren Gebaeude werden
heute zu Freizeitzwecken genutzt. |
| Historische
Museen |
| Beide
Museen liegen auf der Ostseite des Tiananmen-Platzes. Das Museum der
chinesischen Geschichte im Suedfluegel dokumentiert die Geschicht
enrsprechend der chinesischen marxistischen Konzeption und zwar bis
zum revolutionaeren Aufbruch von 1919. Im Nordfluegel zeigt das Museum
der chinesischen Revolution die wichtigsten Stationen der Revolutionsgeschichte
ab 1919, jedoch ohne die Kulturrevolution, und die Geschichte der
KPCh ab 1921. Oeffnungszeiten: taegl.(ausser Mo) 8:30-17:00 Uhr. |
| Grosse
Halle des Volks |
| Die
Grosse Halle des Volks gegenueber dem Museum auf der Westseite des
Tian'anmen-Platzes wurde 1959 in nur 10 Monaten Bauzeit fertiggestellt.
Die Frontseite ist 310 m lang. Das Gebaeude beherbergt 30 Saele, wobei
der Hauptsaal 10,000 Menschen fasst und 7000 qm misst. Hier finden
u.a. die Sitzungen des Nationalen Volkskongresses, Parteikongresse
und Empfaenge statt. Oeffnungszeit: An Tagen, in denen keine offiziellen
Besuche empfangen werden, kann die Haupthalle 8:30-11:00 und 13:00-16:30
Uhr besichtigt werden. |
| Vordertor
(Qian men) |
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Das
Vordertor an der Suedseite des Tian'anmen-Platzes hiess frueher
offiziell Tor der Mittagessonne (Zheng Yang men). Es gehoert zu
den wenigen noch erhaltenen Stadttoren Beijings, von denen es einstmals
neun gab. Mit seinem Bau war 1421 begonnen worden. Unter den Ming
und Qing war es eines der Hauptverbindungstore zwischen Nord- und
Suedstadt.
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| Kaiserpalast
/ Die Verbotene Stadt (Gu Gong) |
Der
Kaiserpalast, auch "die Verbotene Stadt" genannt, zaehlt
zu den wichtigsten Sehenswuerdigkeiten Chinas. Der Kaiserpalast diente
von 1429 bis 1911 24 Ming- und Qing Kaisern als Residenz. Er ist die
weltweit vollstaendigste und groesste Gruppe antiker Bauten.
Er hat eine Flaesche von 720 00 qm und 9999.5 Raeume und ist von einer
10 m hohen Mauer und einem 52 m breiten Wassergraben umgeben. Die
Gesamtausdehnung betraegt von Nord nach Sued 960m, von Ost nach West
750m. Er stellt eine "Stadt" in der Stadt Beijing dar.
Die meisten Gebaeude des Kaiserpalastes haben eine Holzkonstruktion.
Sie bestehen aus einem weissen Sockel und einem Dach aus gelbglasierten
Ziegeln und sind mit praechtigen Malereien geschmueckt. Alle wichtigen
Palasthallen und Pavillons liegen auf der Zentralachse,die von Sueden
nach Norden verlaeuft.Andere Bauwerke reihen sich dann symmetrisch
zu beiden Seiten an. Der ganze Baukomplex zeichnet sich durch imposante
Ausstattung, strenge Planung und Symmetrie aus.
Der Palast ist in zwei Teile untergliedert - Aussenhof und Innenhof.
Der Aussenhof besteht hauptsaechlich aus den "Drei Grossen Hallen",
naemlich der Halle der Hoechsten Harmonie (Taihedian), der Halle der
Vollkommenen Harmonie (Zhonghedian) und der Halle zur Erhaltung der
Harmonie (Baohedian), die von der Halle des Literarischen Glanzes
(Wenhuadian) und der Halle der Militaerischen Tapferkeit (Wuyingdian)
flankiert sind. In der Halle der Hoechsten Harmonie veranstaltete
der Kaiser wichtige Zeremonien. Der Innenhof besteht hauptsaechlich
aus dem Palast der Himmlischen Reihheit (Qianqinggong), der Halle
der Beruehrung von Himmel und Erde (Jiaotaidian) und dem Palast der
Irdischen Ruhe (Kunninggong). Zu ihren beiden Seiten stehen sechs
Palaeste, die alle als Wohngemaecher des Kaisers, der Kaiserin und
der kaiserlichen Konkubinen dienten. Dort verrichtete der Kaiser die
Ruotinearbeit.
Der Kaiserpalast ist ein Produkt der 5000jaehrigen Geschichte und
Kultur Chinas. Oeffnungszeit Tgl. 8:30-16:30. |
| Grosse
Mauer |
Die
Urspruenge der Grossen Mauer reichen bis in die Fruehlings und Herbst-Periode
(770-476 v. Chr.) zurueck,als das Koenigreich Chu um 656 v.Chr.einen
Wall zum Schutz gegen die Angriffe des Staates Qi errichetet. Andere
Staaten uebernahmen diese Art von Verteidigungslinien, und nachdem
Chinas erster Kaiser Qinshi Huangdi das chinesische Reich geeint hatte,
liess er die Wehmauern der Staaten Yan, Zhao und Qin zu einer "grossen
Mauer" verbinden.
Unter dem General Meng Tian schufteten bis zu 800.000 Zwangsarbeiter
und Soldaten zehn Jahre lang fuer die Errichtung der 5.000 km langen
Mauer, die man sich als einen Wall aus Lehm, Geroell und Holz vorstellen
muss, der in regelmaessigen Abstaenden von hoelzernen Wachtuermen
unterbrochen wurde.
Wegen der Bedrohung und der Angriffe der Xiong Nu (Hunnen) aus dem
Norden wurde in der Han-Zeit (206 v. Chr.-220 n.Chr.) zunaechst die
alte Mauer aus der vorherigen Dynastie ausgebessert, die mit Zurueckweichen
der Xiong Nu nach Westen verlaengert wurde und im Jahr 101 v.Chr.
bereites mit einer Gesamtlaenge von 11.500 Li (1Li = 0.5 km) bis Dunhuang
(Gansu) reichte.Bis zum Ende der Han-Zeit wuchs die Laenge der Mauer
schliesslich auf 20,000 Li, also gut 10,000 km.
In den folgenden Dynastien wurde die Grosse Mauer zwar weiter verstaerkt,
verlor aber seit Ende der Tang-Zeit (618-907) ihre Funktion, da sich
die Mauer bis zum Beginn der Ming-Dynastie 1368 meist durch das Territorium
einer Dynastie zog und daher keine Grenzbefestigung mehr darstellte.
Unter dem ersten Ming-Kaier Zhu Yuanzhang (Hongwu, 1368-1398) wurde
die mittlerweile verwahrloste und verfallene Mauer vollstaendig instandgesetzt.
Sie sollte das Reich vor den Angriffen mongolischer Truppen schuetzen,
die sich nach dem Sturz der mongolischen Yuan-Dynastie in Gebiete
ausserhalb der Grossen Mauer gefluechtet hatten. Die Arbeiten zogen
sich bis in das Jahr 1500 hin, und noch bis ins 16.Jh. hinein wurde
die Mauer immer wieder restauriert.
In ihrer "Bluetezeit" reichte die Grosse Mauer von Jiayuguan
im Westen bis zum Yalu-Fluss im Osten, der Teil von Shanhaiguan bis
zum Yalu-Fluss war aus Lehm und Holz errichtet worden und ist heute
nahzu verfallen. Der Groesste Teil der Mauer wurde jedoch mit Steinplatten
und Ziegelsteinen ummantelt und erhielt die heutige imposante Form.Die
Laenge der Mauer bis Shanhaiguan betrug 12.000 Li, etwa 6.350 km.
An der Basis mass sie durchschnittlich 7m, oben 6m.Ihre Hoehe betrug
7-9 m und erreichte teilweise sogar 16m.Die Paesse wurden zu Festungen
ausgebaut und die gesamte Laenge der Mauer in neun Militaerkommandanturen
gegliedert, die direkt dem Kaiser unterstellt waren. Sie hatten die
Verteidigungsbereitschaft der Mauerregion aufrechtzuerhalten.
Mit dem Ende der Ming-Dynastie verlor die Grosse Mauer endgueltig
an Bedeutung und verfiel. Hauptfunktion dieses gewaltigen Bauwerks,
das angeblich vom Mond aus sichtbar sein soll, war zwar die Bildung
einer Verteidigungslinie; daneben aber erfuellte sie auch eine Reihe
anderer Funktionen, vor allem der Kommunikation und auch des (Truppem-)
Transportes durch die unwegsamen Gebirgsgegenden, Aussichts- und Wachtuerme
in regelmaessigen Abstaenden gewaehrleisteten eine zuegige Nachrichtenuebermittlung
mittels Rauch, Licht, Feuer und Spiegelsignalen.
1957 wurde erstes Teilstueck bei Badaling in der Naehe von Beijing
restauriert. Heute koennen Sie folgende Mauerabschnitten in Beijing
besichtigen: Ba Da Ling, Ju Yong Guan, Mu Tian Yu, Jin Shan Ling usw. |
| Ming
Graeber |
Rund
50 km noerdlich von Beijing liegen die Graeber von 13 der 16 Kaiser
der Ming-Dynastien (1368-1644). Auch die Kaiserinnen und Nebenfrauen
wurden hier bestattet. Die gesamte Anlage ist fast 40 qkm gross und
wurde mit Hilfe von Geomanten (Erdwahrsager), die eine grosse Ortsbestimmungszeremonie
durchfuehrten, im fuenften Jahr der Herrschaft des Yongle Kaisers
(1407) ausgesucht. Restauriert wurden bisher das Chang ling (Grab
des Yongle-Kaisers, reg. 1402-1424) und Ding Ling (Grab des Wanli
-Kaisers, reg. 1572-1620).
Man betritt die Chang-Ling-Anlage durch das 29m bereite, auf sechs
Saeulen ruhende marmorne Ehrentor(Shi Paifang), hinter dem der 1540
angelegte Weg der Seelen (Shen Dao), der zum Chang-Grab fuehrt, beginnt
. 800 m weiter durchquert man das Grosse Rote Tor (Da Hong Men), dessen
mittlerer Durchgang einst nur fuer die kaiserliche Bestattungszeremonie
geoeffnet wurde.
Nach weiteren 500 m gelangt man zum Stelenpavillon (Bei Ting) aus
dem Jahre 1426. Hier erhebt sich auf einer steinernen Schildkroete
eine 6.5 m hohe Stele, deren zwei Inschriften von Kaiser Zhu Guozhi
(Hongxi-Kaiser, reg. 1425-1426) und dem Qing-Kaiser Hongli (Qianlong,Reg.1735-1796)
stammen.. Hinter dem Stelenpavillon beginnt die Allee der steinernen
Statuen (Shi Xiang Shen Dao) mit zwoelf Tier - und sechs Menschenpaaren
aus dem Jahr 1435, die den weg saeumen.
Hinter dem Drachen- und Phoenixtor sieht man in der Entfernung das
Grab 3. Ming-Kaisers Zhu Di (Yongle) Chang Ling. Die oberirdische
Anlage besteht aus drei hintereinander gelegenen Hoefen, die von einer
Mauer umfasst werden. Der erste Hof, in dem ein qingzeitlicher Stekenpavillon
steht, beherbergt Vorrats- und Zubereitungsstaetten fuer Opfergaben.
Im naechsten Hof steht die Halle der Gnade (Ling En Dian) mit 9 Raeumen
und 32 gigantischen Sandelholzsaeulen aus der Provinz Yunan. Die unterirdische
Grabstaette ist bisher noch nicht frergelegt worden.
Am Ding Ling. dem Grab des 13. Ming-Kaisers Zhu Yijung (Wanli), arbeiteten
30.000 Arbeiter 6 Jahre Lang. Der oberirdische Teil ist nahezu identisch
mit dem Chang-Grab. In einigen Seitenhallen des dritten Hofes sind
heute Museen untergebracht. 1956 wurde das Grab geoeffnet. Dei Gruft
liegt 27m unter der Erde und hat eine Gesamtflaeche von 1.195 qm.
Durch ein erst spaeter erbautes Treppenhaus gelangt man in die unterirdische,
aus fuenf Saelen bestehende Grabanlage. Die drei hinereinander liegenden
Raeume in Mittelteil waren bei der Freilegung durch 4 t schwere Marmortueren
verschlossen gewesen. Im zweiten Saal stehen drei 3.3 m breite und
1.7 m hohe Marmorthrone, die von mehreren Altaeren, Leuchtern und
Weihrauchbehaeltern umgeben sind. Im letzten Raum stehen drei Saerge
. Im mittleren Sarg befand sich der Leichnam des Kaisers, im linken
der der Kaiserin und im rechten der der ersten Nebenfrau. In 26 Holztruhen
wurden die Grabbeilagen verstaut. Sie sind zum Teil im oberirdischen
Museum ausgestellt.
Oeffnungszeiten: Sommer taegl. 8:30-17:30, Winter taegl. 8:30-16:30
Uhr. |
| Himmelstempel |
Der
Himmelstempel (eigentlich Himmelsaltar) wurde 1420 erbaut. Er steht
in einem 273 ha grossen Park. In der Ming- und Qing-Dynastie war er
der Ort, wo der Kaiser am Fruehlingsanfang den Himmel um eine reichte
Ernte und zur Sommer-Sonnenwende um Regen bat; zur Wintersonnenwende
betete er dort zum Himmel, der obersten Gottheit des altschinesischen
Pantheons.
Der quadratische suedliche Teil des Parks symbolisiert die Erde, der
halbkreisfoermige noerdliche Teil den Himmel. Der Himmelstempel diente
den Ming- und Qing-Kaisern als Gebets- und Opferstaette. Drei Tage
vor der Wintersonnenwende zog der Kaiser in einer prunkvollen Prozession
von ueber 1000 Menschen durch das Qianmen hierher.
Nach dem Einzug meditierte der Kaiser zunaechst in der Halle des Himmelsgewoelbes,
die 1530 errichtet wurde und von der Echomauer (Hui Yin Bi) umgeben
wird. Die Innenmauer ist so glatt und so raffiniert gwoelbt, dass
auch schwache Schallwellen an ihr entlanglaufen und man selbst ein
Fluestern noch in groesserer Entfernung hoeren kann. Am Aufgang zum
Himmelsgewoelbe liegen die Echosteinplatten. Ihr Absand zur Mauer
ist so bemessen, dass dies einen besonderen Effekt hervorruft. Klastscht
man auf dem ersten Stein in die Haende, ertoent ein einfaches Echo,
auf dem zweiten Stein echot es zweimal und auf dem dritten dreimal.
Aufgrund der Besuchermassen hoert man allerdings meist nur einen undifferenzierten
Laerm.
Bis zur Sonnenwende blieb der Kaiser fastend in der Halle des Fastens
(Zhai Gong), Fruehmorgens bestieg er den Himmelsaltar.(Tiantan), um
fuer eine reiche Ernte zu beten und Speiseopfer darzubringen. Die
Architektur des Altars wird von der magischen Zahl 9 bestimmt, die
als besonders heilg galt. Die Steinringe, die die Altarstufen decken,
setzen sich von der Mitte her aus 9,18, 27usw. bis 243 Segmenten am
aeusseren Rand zusammen. Erbaut wurde der Altar 1530, im neunten Jahr
der Regierungsperiode von Kaiser Zhu Houzong.
Die im Jahr 1420 erbaute Halle des Ernteopfers (Qi Nian Dian) ist
architektonisch einzigartig. Die Halle ist 38 hoch und hat einen Durchmessser
von 30 m. Fuer das Dach wurden 50.000 blau glasierte Ziegel verwendet,
und fuer das ganze Gebaeude brauchte man keinen einzigen Nagel. Auch
in dieser Konstruktion findet sich reiche Symbolik. Das Spitzdach
beispielsweise ruht auf 28 Saeulen. Die vier mittleren, fast 20 m
hohen Saeulen stellen die vier Jahreszeiten dar, zwei weiteren Reihen
von jeweils 12 Saeulen symbolisieren die 12 Monate und die 12 zweistuendigen
Abschnitte des Tages.
Oeffnungszeit Tgl. 8:30-17:00 Uhr |
| Sommerpalast |
Der
Garten der Harmonischen Einheit ist der groesste und am besten erhaltene
Garten Chinas. Im Jahre 1153 waehrend der Jin-Dynastie (1125-1234)
wurde mit dem Bau begonnen. Ueber die Zeit der Yuan- (1271-1368),
der Ming- (1368-1644) und der Qing-Dynastie (1644-1911) hinweg wurden
die Arbeiten fortgesetzt, bis sie schliesslich 1764 ihren Abschluss
fanden. Der Park war mittlerweile auf 240 ha angewachsen und wurde
nun vom Kaiserhof als Sommerresidenz genutzt.
Um den Kaierhof zu demueltigen, wurde die Anlage 1860 - zusammen mit
allen anderen Parkanlagen in den Westbergen -von englischen und franzoesischen
Truppen zerstoert. 28 Jahre spaeter veranlasste die Kaiserinwitwe
Cixi (1835-1908) den Wiederaufbau, indem sie Gelder umleitete,die
eigentlich dem Wiederaufbau der kaiserlichen Flotte dienen sollten.
Die vielen Hallen und Palaeste haben ueber 3000 Raeume, die jeweils
festgelegte Funktionen zu erfuellen hatten. Der Komplex am Osttor
(Dong Gon Men) diente der Erledigung von Staatsgeschaeften. Ab 1903
wurden hier auch auslaendische Staatsgaeste empfangen.
Das Hauptgebaeude ist die Halle des Wohlwollens und der Langlebigkeit
(Ren Shou Dian). Im Innenhof stehen u.a. bronzene Drachen und Phoenixe
als Seelenwaechter. Auf dem Thron empfing der Guangxu-Kaiser seine
Mandarine und auslaendische Gaeste. Hinter dem Wandschirm mit dem
Schriftzeichen fuer langes Leben (Shou) lauschte Cixi den Audienzen.
Hinter dem Ren Shou Dian in Richtung See gelangt man zunaechst zur
Halle der Jadewellen (Yulan Tang) mit den Privatgemaechern des Guangxu-Kaisers
und dann zur Halle der Freude und Langlebigkeit (Le Shou Tang) am
Nordufer. Sie beherbergte Cixis Privatraeume. Der westliche Raum diente
als Schlafgemach, der oestliche als Umkleidezimmer.
Oestlich der Wohnhallen liegt der Garten der Tugend und Harmonie (De
He Yuan) mit dem 21 m hohen Da Xi Lou, das als Theater diente. Die
drei offenen, uebereinander liegenden Buehnen sind mit Falltueren
untereinander verbunden. Cixi konnte den Vorfuehrungen von der gegenueberliegenden
Halle der Erheiterung (Yi Le Dian) aus zusehen.
Durch das den Mond einladende Tor (Yao Yue Men) gelangt man auf den
730 m langen Wandelgang, Sein Dach wird von 273 Saeulenpaaren getragen
und von 8.000 historischen und mysthologischen Bildern sowie Landschaftsszenen
geschmueckt. Das Schmucktor (Pailou) unterbicht den Gang auf halber
Laenge.
Von hier aus kann man durch verschiedene Gebaeude den Berg der Langebigkeit
(Wan Shou Shan) erklimmen, von dessen Gipfeln man den besten Ausblick
ueber die Palastanlage hat.
Laeuft man nicht den Berg nach Norden hinunter, sondern weiter nach
Westen, kommt man zum Hoere-die-Pirole-Haus (Ting Li Guan), ein ehemaliges
Theater, heute ein Luxusrestaurant.
Am Ende des Wandelganges trifft man auf das Marmorschiff Shi Fang
(Qing Yan Tang). Aus Marmor ist nur der einer Welle nachgebildete
Sockel.Das Schiff wurde aus Geldern gebaut, die fuer die Modernisierung
der Reichsmarine bestimmt waren. Von hier kann mit dem Schiff zur
Suedsee-Insel (Nanhai Dao) fahren.
Ueber die Siebzehn-Bogen-Bruecke (Shiqi Kong Qiao) mit ihren 500 verzierten
Stuetzen der Balustrade gelangt man von der Insel wieder ans westliche
Ufer und kann dort einen bronzenen Ochsen aus dem Jahr 1755 bewundern.
Er sollte einst den Palast des Qianlong-Kaisers (1735-1796) vor dem
Wasserdaemon schuetzen.
Sehenswert ist ausserdem noch der Garten der Harmonie und des Verguegens
(Xie Qu Yuan) im Nordosten des Parks, der 1751 angelegt worden ist.
Oeffnungszeit Tgl. Sommer 7:30-17:30; Winter 8:00-17:00 Uhr |
| Lamatempel
/ Yong He Gong |
Yong
He Gong - Palast der Harmonie und des Friedens, ein sehenswerter Lamatempel.
1694 wurde er als Wohnhaus fuer den kaiserlichen Thronfolger des Kangxi-Kaisers
erbaut. 1735, nach dem Tod des Yongzheng-Kaisers, wurde die neu Yong
He Gong genannte Anlage in einen Tempel und 1744 in eine Kloster-
und Tempelanlage des tibetischen Buddhismus umgebaut.
Der Tempel kombiniert chinesische und tibetische Architektur. Er hat
eine Gesamtflaeche von 66 000 qm. Die Gebaeudekomplett hat ueber 1000
Raeume.
Oeffnungszeit Tgl. Sommer 8:30-17:30 Uhr, Winter 9:00-16:00 Uhr. |
| Konfuzis-Tempel
/ Kong Miao |
| Gegenueber
vom Eingang des Lamatempels, eine kleine Gasse entlang, kommt man
zum Konfuzius-Tempel aus der Yuan-Zeit (1271-1368). Hier werden Stelen
aufbewahrt, auf denen die Namen der erfolgreichsten Kandidaten der
staatlichen Pruefungen vermerkt sind. Im Schatten der Kiefern kann
man fern der Touristentroeme entspannen. |
| Jingshan-Park |
Wenn
man dem steinlabyrinth des Kaiserpalastes durch das Nordtor (Shen
Wu Men) entkommen ist und ueber die Jingshan Qianjie Laeuft, kann
man auf die fuenf mit Kiefern und Zypressen bewachsenen Huegel des
Jingshan-Parks steigen, die waehrend der Ming-Zeit (1368-1644) aufgeschuettet
wurden. Hier lagerte die Kohle fuer die Beheizung der Palasthallen
und der Kueche. Daher stammt auch der Name "Kohlehuegel"
(Mei Shan). Vom dreistoeckigen Pavillon des Ewigen Fruehlings (Wan
Chun Ting) auf dem hoechsten Huegel bietet sich eine grossartige Aussicht
auf die Verbotene Stadt und Beijing.
Oeffnungszeit Tgl. Sommer 6:00-18:30 Uhr, Winter 7:00-17:00 Uhr. |
| Nordsee-Park
/ Bei Hai |
Gleich
westlich vom Kohlenhuegel, zwischen Wenjin Jie und Di'anmen Jie, befindet
sich der 680.000 qm grosse Beihai- oder Nordsee-Park. Auf dem Gelaende
des jetzigen Parks bezogen im 10.Jh. die Kaiser der Liao Dynastie
(947-1125) ihre Sommerresidenz. Die Kaiser der Jin-Dynastie (1125-1234)
liessen den 390.000 qm grossen See der Westlichen Blume (Xihuatan)
mit der Insel der verlassenen Jade (Qinghau Dao) ausheben.
In der Mitte der Insel steht die 36 m hohe Pagode Baita, auch Weisse
Pagode, genannt, die im tibetischen Stil 1651 unter den Qing erbaut
wurde, als der 5. Dalai Lama zu Besuch in Beijing weilte.
Der Park beherbergt zahlreiche Pavillons, Terrassen, Bruecken und
Wandelgaenge. Im Nordteil des Parks steht die 27 m lange und 5 m hohe
Neun-Drachen-Wand (Jiu Long Bi) aus dem Jahre 1417. Der Park ist ein
typisches Beispiel fuer chinesische Gartenbaukunst und ein beliebtes
Ausflugsziel.
Oeffnungszeit tgl. 8:30-16:30 Uhr |
| Zoo |
Wer
nicht immer nur Tempel besichtigen will, kann zur Abwechslung die
Pandabaeren im Zoo an der Xizhimenwai Dajie besuchen.
Oeffnungszeit Sommer tgl. 7:30-17:30 , Winter tgl. 7:30-17:00 Uhr |
| Die
Hutong / Gassen |
| Auf
keinen Fall sollte man einen Bummel durch die traditionellen Viertel
Beijings, die Hutong (Gassen) auslassen. Sie sind das traditionelle
Wohngebiet. Jeweiter man sich treiben laesst, desto ruhiger und doerflicher
wird es in den engen, verwinkelten Gassen. Nur die grauen Betonkloetze
in der Ferne verweisen auf das schicksal, das auch diesem Stueck original
Beijing bevorsteht. |
| Duftberge |
Der
Park ist 20 km von Beijing entfernt und liegt westlich des Sommerpalastes
im Haidian-Bezirk. Mit 557 m ist der Xiang Shan (Duftberg) die hoechste
Erhebung der Westberge (Xi Shan). Einst war der Park kaiserliches
Jagdvier der Jin-, Yuan- und Ming-Kaiser. Zu sehen gibt es diverse
Pavillons, die Reste eines tibetischen Tempels und viel Natur. Der
Park ist ein schoenes Ziel, um der Hektik Beijings zu entfliehen.
Wer nicht wandern moechte, kann mit der Seilbahn auf den Gipfel fahren.
Oeffnungszeit Sommer tgl. 7:30-17:30 , Winter tgl. 8:00-17:00 Uhr |
| Tempel
der Azurblauen Wolke / Bi Yun Si |
| Oestlich
des Xiangshan-Parks trifft man nach einem laengeren Spaziergang auf
den Biyun Si, der 1366 in der Yuan-Zeit gegeruendet wurde. Zu sehen
gibt es in dieser schoenen Anlage vor allem den 35 m hohen Vajra-Stupa
(jiangang Baozuo Ta) und die Halle der 500 Arhats (Luohan Tang) mit
508 vergoldeten Figuren. |
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